112 Helden feiern ihren Abschied

Der Abijahrgang 2016 schnitt – dem selbstgewählten Abimotto entsprechend – legendär gut ab. Die Entlassungsfeier in der Stadthalle bot Gelegenheit zu einer facettenreichen Bilanz von acht Corvijahren.

Ein Pressebericht der HNA mit Ergebnissen, Bild und Namen der Abiturienten findet sich in der Presseschau.

Nach groovenden Klängen der Jazzband mit souligem Gesang der Abiturientin Laura Wegner, nutzte Schulleiter Christoph Dönges die Gelegenheit, den vier Garanten für das Gelingen aller schulischen Bemühungen zu danken.

Begrüßung

Er dankte dem Landkreis als verlässlichem Partner, dem in Bildungsfragen beharrlichen Kollegium, den durch ihre Erziehungsarbeit unterstützenden Eltern und den Abiturienten selbst, die nicht nur hervorragende Ergebnisse abgeliefert, sondern sich darüber hinaus im schulischen Leben vielfältig engagiert hätten. Er forderte die Abiturienten auf, in Zukunft weiterhin nicht nur für sich selbst, sondern bewusst auch für andere da zu sein.

 

 

Heldenanalyse mit Wortwitz

Ilja Kuschke gelang eine rhetorisch ausgefeilte Rede, die mit kräftigem Wortwitz rund um zahlreiche Lehrernamen glänzend unterhielt und stehende Ovationen von den Angeredeten erntete.  Launig erinnerte Kuschke an die Mittelstufenzeit in der „Schuhwallhalla“ und identifizierte die Schurken King Komma, Kernkurriculos und „G8“, der den Heldenkindern die Freizeit gestohlen habe. Das Motto „Mit dem Abi in den Händen werden Helden zu Legenden“ lasse laut Kuschke große Hoffnungen zu: „Eine Selbstdefinition und gleichzeitig eine Selbstverpflichtung: Helden brauchen keine Ermahnung. Helden interessieren sich nicht für Ruhm und Geld, sondern versuchen immer das Richtige zu tun. Helden sind moralische Werte wichtiger als materielle. Helden haben immer ein sehr gutes Arbeits- und Sozialverhalten. Sie unterstützen die Schwachen und zeigen Stärke und Zuversicht auch in ausweglosen Situationen. Insofern kann ich Ihnen nur für dieses Motto danken!“

Blitzlichter der eigenen Schulzeit

Für die Abiturienten sprachen Hannah Hullmeine und Nicolas Brandt, die in einem rasanten Wechselspiel aus poetischer Nostalgie und charmanter Rotzigkeit ein ebenso unterhaltsames wie scharfes Bild davon zeichneten, wie die scheidenden Schüler ihre Schulzeit wahrgenommen haben: Zwar mehr als eine Reihe legendärer Events, denn als Ort prägender Bildungserlebnisse, aber – das zeigen schon die rhetorischen Kunstgriffe – mit großer geistiger Beweglichkeit, möglicherweise ja auch ein Produkt beharrlicher Bildungsbemühungen.

Dass die beiden ihre Rede mit einem ganz starken Duett von "Let it go" aus dem Hause Disney verbanden (begleitet von Musiklehrer Jörg-Maik Mauksch), war ebenso einmalig wie charakteristisch für diesen Jahrgang, der das Corvi über Jahre mit überzeugenden Sängern (aus der großen Musikklasse) prägte. Dazu passend: Vorher hatte es bereits einen Gesangsbeitrag aus dem Phantom der Oper mit zwölf Abiturienten gegeben. Hannah und Nicolas nutzen das Lied von Idina Menzel, um den großen Entwicklungsschritt zum Thema zu machen, der jetzt für alle ansteht: Raus aus der Anstalt, rein ins selbstverantwortete Leben: 

Don't let them in, don't let them see
Be the good girl you always had to be
Conceal, don't feel, don't let them know, 
Well now they know
 
Let it go, let it go
Turn away and slam the door
I don't care what they're going to say.
 

Thüringer Abi-Klöße und Danksagungen

Nachdem der nachrückende Abiturjahrgang mit einer kongenialen Parodie auf „Thüringer Klöße“ das Abi in Northeim "hymnisch" besungen hatte, dankte Tabea Berndt mit Marc Tschammer stellvertretend für alle Abiturienten den wichtigen Helfern beim Durchhalten der Schulzeit: den Reinigungskräften, dem Sekretariat, Frau Hühne vom Kiosk, den Hausmeistern, der Schulleitung, dem Kollegium, zuletzt dem Abiredner und ganz besonders der Jahrgangsleiterin Maria Strahl.

Text/Fotos: Wolff

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