Landesentscheid des Wettbewerbs "Jugend debattiert" in Gifhorn

Am 16. März war es endlich soweit: Der Landesentscheid von "Jugend
debattiert" fand in Gifhorn statt.
Um 8.00 Uhr fuhren wir mit Schülerinnen und Schülern aus der Region
Südniedersachsen, Göttingen, Duderstadt, Northeim und den
Regionalsiegern in das kleine idyllische Dörfchen Leiferde in der Nähe
von Gifhorn. Der Landeswettbewerb findet in der Außenstelle des
Sybille-Merian-Gymnasiums statt, das sich mit seiner modernen
Architektur sehr von der ländlichen Atmosphäre abhebt.

Nach der Ankunft wurden wir von dem Landesbeauftragten Niedersachsen für
"Jugend debattiert", dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Vollrath,
begrüßt.

Dann ging es für die Debattanten an die 15 minütige Vorbereitung auf die
erste Streitfrage. Für die Sek. I (8. und 9. Klasse) ging es um die
Frage "Soll die Schule Kompetenzen für das familiäre Zusammenleben
unterrichten?". Auf die drei insgesamt zu debattierenden Streitfragen
haben sich die Regionalsieger bereits seit etwa einer Woche vorbereitet
und Pro- und Contra-Argumente gesammelt. Nun musste nur noch die
Feinabsprache mit dem jeweiligen Mitdebattanten erfolgen, denn es
debattieren immer zwei Vertreter für die Pro- und zwei Vertreter für die
Contraseite gegeneinander. Alle Debattanten bekommen nach der Debatte,
die aus einer Eröffnungsrede, einer freien Aussprache und einer
Schlussrede besteht, Punkte von der dreiköpfigen Jury für Sachkenntnis,
Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Unterdessen nahmen wir das Landgymnasium unter die Lupe und stellten
fest, dass es zwar einen abstrakten und schönen Anblick bietet, aber
dennoch mit 10 Klassenräumen gerade für die fünften und sechsten Klassen
räumlich ausreicht.

Nun wurde es ernst für die Debattanten. Unser erster Eindruck war, dass
diese Debatte eine ganz andere Liga und ein anspruchsvolleres Niveau als
unser Schulfinale darstellte. Im weiteren Verlauf fielen uns zwei
Debattanten durch gute Leistungen besonders auf, aber dennoch wäre es
uns sehr schwer gefallen, den Besten zu bestimmen.

Dem folgte die Mittagspause. Auf dem Speiseplan stand Gyros-Nudelauflauf
oder Gemüsesuppe. Und auf ging's in die zweite Runde, in der wir
ähnliche Eindrücke wie von der ersten hatten. In beiden Debattenrunden
waren wir sehr von den sehr flüssigen und exakt zweiminütigen
Eröffnungsreden beeindruckt.

Anschließend begann das große Warten auf die Entscheidung der Juroren,
wer ins Landesfinale einziehen darf und somit die Chance erhält, ein
Ticket für das Bundesfinale in Berlin zu ergattern.

Die Finalisten wurden bekanntgegeben und -- siehe da -- aus unserer
Region hatte sich Björn vom OHG Göttingen für das Sek.II-Finale
qualifiziert.

Das Finale fand in der Gifhorner Stadthalle statt. Dort wurde uns schon
zum zweiten Mal an diesem Tag ein beeindruckender architektonischer
Anblick geboten. Das grelle Rot des Gebäudes stach sofort ins Auge. Doch
noch viel mehr beeindruckten uns die hitzigen Debatten im großen Saal
der Stadthalle. Zuerst debattierten die vier Sek. I-Finalisten über die
Streitfrage "Soll Internet-Piraterie mit Internetsperren bestraft
werden?", danach kamen die vier Sieger der Sek.II mit der Frage "Soll
sich Niedersachsen dem 'Süd-Abitur' anschließen?" an die Reihe. Alle
Debattanten zeigten durch starke Leistungen, dass sie zu Recht ins
Finale gekommen waren.

Schließlich wurden die Landessieger bekanntgegeben, aus jeder
Sekundarstufe fahren die beiden ersten nach Berlin. Doch leider ging
unsere Region leer aus, denn Björn schaffte es nicht auf die Plätze eins
oder zwei.

Aber nächstes Jahr sind wir mit neuer Motivation wieder am Start -- und
vielleicht debattiert sogar mal ein Schüler oder eine Schülerin vom
Corvi mit.

Babette Matthießen und Katharina Reisch

Zurück